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Auftakt der Initiative Schule gegen sexuelle Gewalt in
Nordrhein-Westfalen, Hessen, Schleswig-Holstein, Hamburg
NORDRHEIN-WESTFALEN:
Schulministerin Sylvia Löhrmann stellte zusammen mit Johannes-Wilhelm Rörig, dem Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs der Bundesregierung, die Initiative Schule gegen sexuelle Gewalt vor. Nordrhein-Westfalen startete damit am 19. September 2016 als erstes Bundesland mit der Umsetzung der bundesweiten Initiative. Schulministerin Sylvia Löhrmann erklärte: „Nur über die Schulen erreichen wir alle Kinder und Jugendliche.“ und: „Mit der Initiative wollen wir präventiv handeln, aber auch diejenigen Kinder und Jugendlichen besser unterstützen, die bereits Opfer von sexueller Gewalt geworden sind. Wir wollen, dass Lehrerinnen und Lehrer sowie Fachkräfte kompetent reagieren können. Klar ist, dass die Lehrkräfte keine Therapeuten sind, sie müssen aber wissen, was im Verdachtsfall zu tun ist.“ Alle Schulen in NRW werden im Rahmen spezieller Veranstaltungen über die Initiative informiert.
HESSEN:
Der hessische Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz stellte die Initiative zusammen mit dem Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs am 21. Februar 2017 in Wiesbaden vor. Lorz erklärte: „Unser gemeinsames Ziel ist der bessere Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt.“ und betonte: „In Hessen legen wir seit vielen Jahre besonderen Wert auf Informationen zur Aufklärung und Präventionsmaßnahmen“. Zusammen mit der Infomappe Schule gegen sexuelle Gewalt wurde die überarbeitete Handreichung zum Umgang mit sexuellen Übergriffen im schulischen Kontext an die hessischen Schulen versandt. Als mögliche Kooperationspartner für Schulen stehen in Hessen die schulpsychologischen Ansprechpartner für Gewaltprävention an den Staatlichen Schulämtern sowie die über das Land verteilten Fachberatungsstellen für die konkrete Entwicklung von Schutzkonzepten und für die weitere Qualifizierung schulischer Ansprechpersonen gegen sexuelle Übergriffe zur Verfügung.
SCHLESWIG-HOLSTEIN:
Der Auftakt fand am 25. März 2017 in Kiel auf dem Landesfachtag „Schutzkonzepte und sexuelle Bildung im Kontext pädagogischer Prävention in der Schule“ statt. Als wichtige Ergänzung und Unterstützung bereits bestehender Präventionsangebote in Schleswig-Holstein begrüßte Bildungsministerin Britta Ernst die Initiative: „Die Schule ist nicht selten die erste Anlaufstelle für Kinder, die von sexueller Gewalt bedroht sind. Umso wichtiger ist es, dass dann schnell die richtigen Mittel und Wege gefunden werden, um zu helfen.“ Der Fachtag wurde vom Zentrum für Prävention am Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) veranstaltet, in dessen Mittelpunkt die Frage stand, wie der Schutz vor sexueller Gewalt in das allgemeine Präventionskonzept von Schulen integriert werden kann.
HAMBURG:
Am 26. April 2017 stellte der Senator für Schule und Berufsbildung, Ties Rabe, im Rahmen einer Schulleiterinnen- und Schulleiterkonferenz der Grundschulen zum Thema Kinderschutz in Hamburg die Initiative als wichtige Ergänzung bereits bestehender Präventions- und Kinderschutzangebote vor: „Eine Kultur des Hinsehens und des Hinhörens muss Teil des Lebens und Lernens in der Schule sein. Sie braucht aber auch immer wieder die Bestätigung und die Versicherung im Unterricht, im Schulleben und im Kontakt mit den am Schulleben Beteiligten.“ Schule gegen sexuelle Gewalt wird in Hamburg in die umfangreichen Maßnahmen zum Kinderschutz in Schulen eingebettet. Der „Kinderschutzordner für Hamburger Schulen“ wird seit Anfang Mai allen allgemeinbildenden Schulen zur Verfügung gestellt.