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Abschlussbericht des Monitorings zur Prävention sexueller Gewalt

Gemeinsam mit dem Missbrauchsbeauftragten Johannes-Wilhelm Rörig hat das Deutsche Jugendinstitut am 4. September 2019 in Berlin seinen Abschlussbericht zum Monitoring zum Stand der Prävention sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen in Deutschland vorgestellt.

Das Monitoring hatte zur Aufgabe, die Einführung und Umsetzung von Schutzkonzepten in Einrichtungen und Organisationen zu erfassen sowie unterstützende und hemmende Faktoren zu identifizieren.
Zwischen 2015 und 2018 wurden sowohl qualitative als auch quantitative Befragungen* in den drei Bereichen Bildung/Erziehung (Schulen, Kindertagesstätten, Heime und betreute Wohnformen, Internate), Freizeit (Religiöses Leben und Kinder- und Jugendarbeit) und Gesundheit (Kliniken und Praxen) durchgeführt.

Prof. Dr. Sabine Walper, Forschungsdirektorin des DJI, resümiert, dass in den vergangenen Jahren einiges geschehen sei, um Kinder und Jugendliche besser vor sexueller Gewalt und Missbrauch zu schützen. Im Vergleich zu den Erhebungen 2013 seien erkennbare Fortschritte festzustellen: In mehr als der Hälfte aller Einrichtungen und Organisationen gibt es inzwischen mehrere Bestandteile eines Schutzkonzepts. Die Befragungen von insgesamt rund 4.600 Einrichtungen zeigt jedoch, dass umfassende Konzepte nach wie vor nur in wenigen Erziehungs- und Bildungseinrichtungen zu finden sind. Dabei schneiden die durch das SGB VIII geregelten Einrichtungen der Heime und Kitas noch am besten ab.

Institutionelle Maßnahmen zur Prävention und Intervention werden vielfach erst dann ergriffen, wenn konkrete Fälle bekannt werden, oder sie sind vom persönlichen Engagement Einzelner abhängig. Rörig betont, dass verpflichtende Regelungen zur Einführung von Schutzkonzepten erforderlich seien, einschließlich der Bereitstellung der dafür erforderlichen Ressourcen.
 


* in den Bereichen Bildung/Erziehung und Gesundheit
 

 

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