NEWSLETTER
Initiativenstart in
Sachsen,
Berlin,
Sachsen-Anhalt und
Saarland
Sachsen
„Ich wünsche mir, dass jedes Kind die Möglichkeit bekommt sich anzuvertrauen und auch in der Schule einen Schutzort findet“, so Corinna Thalheim, Mitglied des Betroffenenrats zum Start der Initiative „Schule gegen sexuelle Gewalt“ am 20. September 2018 in Leipzig. Sie begleitete den Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig, der die Initiative zusammen mit dem sächsischen Staatsminister für Kultus vorstellte. „Mit der Initiative sollen Schulleitungen und Lehrerkollegien fachlich unterstützt und ermutigt werden, sich mit dem komplexen und sehr emotionalen Themenfeld professionell auseinanderzusetzen“, sagte Kultusminister Christian Piwarz zum Start der Initiative.
Berlin
In Berlin nahm neben der Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, Sandra Scheeres und dem Unabhängigen Beauftragten, Hjördis Wirth vom Betroffenenrat an der Auftaktveranstaltung am 26. September 2018 teil. Die Senatorin hob hervor, dass erfolgreiche Bildung und Kinderschutz für sie untrennbar miteinander verknüpft sind: „Sexueller Kindesmissbrauch hat in Deutschland noch immer eine erschütternde Dimension. Bundesweit erleiden jedes Jahr Schülerinnen und Schüler sexuelle Gewalt, auch in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen. Die betroffenen Mädchen und Jungen brauchen dringend kompetente Ansprechpersonen.“
Sachsen-Anhalt
Mit Sachsen-Anhalt startete „Schule gegen sexuelle Gewalt“ im 14. Bundesland. „Auch Schulen können hier einen wichtigen Beitrag leisten: einerseits indem sie einen Schutzraum darstellen, andererseits indem sie sensibilisieren und aufklären. An vielen Schulen wird dies auch gelebt. Wir wollen nun aber einen Schritt weitergehen. Klar ist aber auch, dabei dürfen wir die Schulen nicht allein lassen“, so Bildungsminister Marco Tullner, im Rahmen der Auftaktveranstaltung in Magdeburg. Diese fand bei Wildwasser e.V. Magdeburg statt und betonte die Bedeutung der Fachberatungsstellen. Im Rahmen der Initiative wurde das Portal www.schule-gegen-sexuelle-gewalt.de auch für das landesspezifische Beratungsangebot für Schulen in Sachsen-Anhalt freigeschaltet.
Saarland
Am 24. Januar wurde im Saarland der Startschuss für „Schule gegen sexuelle Gewalt“ gegeben. Der Unabhängige Beauftragte und Bildungsminister Ulrich Commerçon stellten die Initiative an der Gemeinschaftsschule Rastbachtal in Saarbrücken vor. Commerçon betonte, dass die bisherigen Bemühungen offensichtlich nicht ausreichen: „Wir sind aber bei jedem Kind oder Jugendlichen, dem Gewalt droht oder wiederfahren ist, als Gesellschaft in der Pflicht.“ Jürgen-Wolfgang Stein, Mitglied im Betroffenenrat des UBSKM forderte: „Sexualisierte Gewalt ist besonders schlimm: sie verletzt und erniedrigt. Wir alle sind gefordert, den Missbrauch zu verhindern.“